Echt Erzgebirge!
Der Blog rund um Volkskunst, Tradition und die typisch erzgebirgische Lebensart

Wir lieben das Erzgebirge – mit all seinen Schönheiten und Eigenarten. In unserem Blog plaudern wir ein wenig aus dem Räucherhäuschen und teilen unser Wissen rund um Volkskunst, Mundart und Brauchtum.

Kunsthandwerk im Erzgebirge – Teil 3: Erzgebirgische Schnitzkunst

Schäfer und Schafe geschnitzte Holzfiguren

Schon die erzgebirgischen Bergleute nahmen nach Feierabend das Schnitzeisen in die Hand. Damals wie heute werden im Erzgebirge Holzfiguren in verschiedensten Dimensionen geschnitzt.

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Kunsthandwerk im Erzgebirge – Teil 3: Erzgebirgische Schnitzkunst

Schäfer und Schafe geschnitzte Holzfiguren
Schäfer und Schafe geschnitzte Holzfiguren

Das Kunsthandwerk mit der wohl bedeutendsten Tradition im Erzgebirge ist das Holzschnitzen. Schon seit vielen hundert Jahren nutzt man hierzulande Eisen und Schnitzmesser, um hölzerne Figuren herzustellen. Und auch heute entstehen in den erzgebirgischen Holzschnitzereien noch einzigartige Kunstwerke mit einem ganz besonderen Charme.

Wir sind begeistert von den filigranen Schönheiten, die erfahrene Schnitzkünstler wie von Zauberhand aus einem einfachen Stück Holz zu formen vermögen – und haben uns deshalb einmal genauer mit der langen Tradition des Schnitzens im Erzgebirge beschäftigt.

Schnitzen im Erzgebirge: Ein Handwerk mit Geschichte

Für die erzgebirgischen Bergleute war das Schnitzen schon immer mehr als ein Zeitvertreib nach Feierabend. Mit dem Schnitzmesser verewigten sie ihre Erlebnisse auf geschickte Weise in Holz. Als der Bergbau mehr und mehr an wirtschaftlicher Bedeutung verlor, wurde aus der Freizeitbeschäftigung ein wichtiger Broterwerb für die Menschen im Erzgebirge.

Weil Holz in großen Mengen vorhanden und schnell zu beschaffen war, entwickelte sich das Schnitzen schnell zu einem bedeutenden Erwerbszweig. Berufsgruppen, die eng mit dem Schnitzhandwerk in Verbindung standen, waren die Löffelmacher, Span­schachtel­macher und Kübler.

Obwohl heute auch CAD-gesteuerte Kopierfräsern das Werk des Schnitzers verrichten können, wird im Erzgebirge nach wie vor fleißig geschnitzt. Neben den professionellen Schnitzwerkstätten gibt es zahlreiche Vereine und Schnitzergruppen, die die Tradition der anspruchsvollen Handwerkskunst pflegen und fortführen.

Mit diesen Werkzeugen wird traditionsgemäß geschnitzt

Vorab ein paar allgemeine Worte zum Begriff des Schnitzens: Damit wird ein kerbendes und spanabhebendes Handwerk bezeichnet, bei dem man durch kontinuierliches Entfernen des Materials vom Rohling ein Werkstück modelliert. Die Fertigungsart zeigt sich an typischen kleinen Abdrücken im Werkstück. Nicht nur kunstvolle Figuren und Reliefs, auch Gegenstände des täglichen Bedarfs können so hergestellt werden.

Schnitzwerkzeuge

Als Rohling nutzen Berufsschnitzer heute meist vorgefräste Holzstücke, die sogenannten Schnitzrohlinge. Diese werden mit Schnitzeisen aus kohlenstoffhaltigem Stahl bearbeitet. Schnitzeisen gibt es in den verschiedensten Ausführungen:

  • Flacheisen (Schnitzeisen mit leichter Höhlung) zum Schnitzen von Flächen und Rundungen
  • Balleisen (Schnitzeisen mit flacher, gerader Schneide) zur Erzeugung von Rundungen
  • Hohleisen (Schnitzeisen mit starker Höhlung) für Vertiefungen
  • Bohrer (Hohleisen mit besonders starker, U-förmiger Höhlung) für Löcher und zum Entfernen größerer Materialmengen
  • V-förmige Eisen (auch Geißfuß genannt) für Strukturen und gerade Kanten
  • Blumeneisen (mit verjüngter Klingenbreite) für kleine Vertiefungen

Für größere Schnitzprojekte kommen zusätzlich Hammer mit rundem Kopf zum Einsatz. Diese werden gebraucht, um die nötige Kraft zum Abtragen des Holzes aufbringen zu können.

Damit beim Schnitzen keine Missgeschicke oder gar Unfälle passieren, ist die richtige Fixierung des Werkstücks das A und O. Die zur Herstellung von Reliefs benötigten Holzplatten werden in der Regel verschraubt oder in einem Rahmen verkeilt. Für Figuren nutzen Schnitzer einen Schnitzgalgen (= zwei Harthölzer mit beweglichem Gelenk) und spannen diesen an der Hobelbank ein. Das Werkstück wird dann mit einer Figurenschraube am Schnitzgalgen fixiert.

Kleine Figuren werden oft in der Hand oder auf dem Oberschenkel geschnitzt – hierfür braucht man aber besonders viel Erfahrung, denn die Verletzungsgefahr beim Gebrauch der scharfen Schnitzwerkzeuge ist nicht zu verachten.

Schnitzen mal anders: Eine besondere (und noch recht junge) Spielart des Handwerks ist das Kettensägenschnitzen. Die Kettensäge wird dabei als überdimensionaler Schnitzhobel benutzt – ein beeindruckender Prozess, den man oft auch in Schauvorführungen hautnah miterleben kann. Eine ganze Ausstellung von Kettensägenkunst gibt es im erzgebirgischen Blockhausen zu bewundern.

Das richtige Holz für Schnitzarbeiten

Heimische Hölzer wie Linde und Buchsbaum eignen sich aufgrund ihrer Kurzfaserigkeit und Homogenität hervorragend zum Schnitzen. Aber auch Ahorn, diverse Kiefern- und Obsthölzer sind gute Schnitzhölzer.

Um die Reißneigung des Holzes zu minimieren, sollte das verwendete Holz gut durchgetrocknet sein.

Räuchermann Schnitzer

Schnitzen in der Erzgebirgischen Volkskunst

In den meisten erzgebirgischen Holzmanufakturen wird heute mehr gedrechselt als geschnitzt – denn das Schnitzen ist ein besonders aufwendiges Handwerk. Nichtsdestotrotz genießt die Schnitzkunst im Erzgebirge nach wie vor ein hohes Ansehen. Pyramiden und Schwibbögen sind häufig mit geschnitzten Tierfiguren bestückt, viele namhafte Holzkunst-Hersteller wie KWO und Christian Ulbricht haben dem Handwerk sogar eine eigene Räucherfigur gewidmet. Und natürlich findet sich der Schnitzmeister auch auf dem bekanntesten erzgebirgischen Schwibbogen-Motiv.

Kunsthandwerk im Erzgebirge – Teil 2: Die hohe Kunst des Klöppelns

Klöppelsack

Nicht nur an der Drechselbank entstehen im Erzgebirge aufwendige Kunstwerke. Auch am Klöppelsack ist man hierzulande besonders geschickt. Als traditionelle erzgebirgische Handwerkskunst blickt das Klöppeln auf eine bewegte Geschichte zurück.

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Kunsthandwerk im Erzgebirge – Teil 2: Die hohe Kunst des Klöppelns

Klöppelsack
Klöppelsack

Handgemachtes besitzt im Erzgebirge einen hohen Stellenwert. Die filigranen Holzkunstwerke der Region kennt und liebt man mittlerweile auf der ganzen Welt. Aber nicht nur mit einzigartigen Drechselarbeiten erlangte das Erzgebirge Bekanntheit – auch am Klöppelsack ist man hier außerordentlich geschickt.

Die Geschichte des Klöppelns reicht zurück bis ins 16. Jahrhundert. Wir sind ihr auf den Grund gegangen und haben uns die traditionsreiche Handarbeitstechnik einmal genauer angesehen.

Vom Lebensunterhalt zum Freizeitspaß: Klöppeln im Erzgebirge

Das Klöppeln ist ein Kunsthandwerk zur Herstellung verschiedenster Spitzen mittels spindelförmiger Holzspulen und darauf gewickeltes Garn. Durch Verdrehen, Verkreuzen, Verknüpfen und Verschlingen der Fäden entstehen aufwendige Schmuckelemente oder ganze Bilder.

Viele Jahre lang wurde im Erzgebirge professionell geklöppelt. Heute trifft man sich in Gruppen, um dem Klöppeln gemeinsam als Freizeitbeschäftigung nachzugehen.

Einfach Spitze: So wird geklöppelt

Grundlage jeder Klöppelspitze ist der Klöppelbrief. Dabei handelt es sich um eine Mustervorlage, die meist urheberrechtlich geschützt ist – denn die Gestaltung und geometrische Berechnung eines solchen Entwurfs ist eine hohe Kunst, die nur wenige Handklöppler:innen beherrschen.

Klöppel

Die als Klöppel bezeichneten Holzspulen und der Klöppelbrief sind an einem Klöppelsack bzw. Klöppelkissen befestigt. Mindestens zwei paar dieser Klöppel werden durch Kreuzen und Drehen miteinander verflochten. Wer genug Erfahrung hat, kann mit bis zu 100 Holzspulen klöppeln.

Als Flechtmaterial kommt in erster Linie reißfestes Leinengarn zum Einsatz. Seltener werden auch Seiden- und Baumwollgarne verwendet. Sogar das Klöppeln mit Metallfäden ist möglich – hierfür braucht es aber besondere Klöppel. Damit beim Klöppeln nichts verrutscht, wird das Flechtwerk währenddessen mit Stecknadeln auf dem Kissen fixiert. Ist das Kunstwerk vollendet, werden diese wieder entfernt.

Andere Länder, andere Klöppel-Sitten: Im Erzgebirge wird traditionell auf einer Rolle mit Holzständer geklöppelt. In Frankreich und Belgien hingegen nutzt man Flachkissen.

Von Mailand nach Marienberg: So kam das Klöppeln ins Erzgebirge

Die Ursprünge des Klöppelns finden sich im Italien des 16. Jahrhunderts. Dort nutzte man diverse Flechttechniken, um die losen Fransen von Kleidungsstücken in feste, dekorative Kanten zu verwandeln. Es dauerte nicht lang, bis diese Technik sich großer Beliebtheit erfreute und die Spitzenkanten auch eigenständig gefertigt wurden.

Mit Le Pompe entstand 1557 in Venedig das erste Musterbuch für Klöppeltechniken. Aus diesem Zeitraum stammen auch die ersten erzgebirgischen Klöppelspitzen. Eine Person, die dabei nicht unerwähnt bleiben darf, ist Barbara Uthman. Die aus Annaberg stammende Unternehmerin war maßgeblich an der Verbreitung des Spitzenhandels im Erzgebirge beteiligt. Überlieferungen zufolge handelte sie mit Klöppelspitze nach Art des Verlagssystems: Sie gab Muster aus, ließ sie durch Klöpplerinnen umsetzten und verkaufte sie dann weiter. In ihren erfolgreichsten Jahren beschäftigte Sie ungefähr 900 Bortenwirkerinnen.

Klöppeln für das täglich Brot

Viele Frauen im Erzgebirge leisteten durch das Klöppeln einen wichtigen Beitrag zur Sicherung des Lebensunterhalts. Als der Bergbau mehr und mehr an Relevanz verlor, erlangten Handarbeitstechniken wie diese zusätzlich eine besondere wirtschaftliche Bedeutung für die Familien im Erzgebirge.

Klöpplerin Figur von Wendt & Kühn

Ab dem späten 19. Jahrhundert konnten Klöppelspitzen maschinell hergestellt werden – und die Dienste der Klöpplerinnen wurden nicht länger benötigt. Geklöppelt wurde nun nicht mehr in Lohnarbeit, sondern vorrangig als Freizeitbeschäftigung. Heute ist die Westsächsische Hochschule Zwickau deutschlandweit die einzige Bildungseinrichtung, die das professionelle Klöppeln im Rahmen des Fachbereichs Angewandte Kunst lehrt. In regionalen Vereinen und Freizeitgruppen wird aber natürlich weiterhin fließig geklöppelt.

Zu den bekanntesten Spitzen des Klöppelhandwerks zählen die Flechtspitze (Renaissance), die Mailänder Spitze (Barock), die Brüsseler Handklöppelspitze (Rokoko) und die Russische Spitze (Klassizismus). Eine der wenigen Spitzen mit deutschem Ursprung ist die Schneeberger Spitze. Sie entstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts an der Königlichen Spitzenklöppel-Musterschule Schneeberg. Dort suchten die Lehrkräfte nach Möglichkeiten, um Handklöppelspitze auf möglichst schnelle und unkomplizierte Weise herstellen zu können. Das Besondere an Schneeberger Spitze ist die relativ geringe Zahl der verwendeten Klöppel (6 bis 8 Paare), durch die schwungvolle Spitzen, die sich im Wechsel verjüngen und ausweiten.

Klöppeln als Motiv in der Erzgebirgischen Holzkunst

Schwibbogen mit Bergbau-Motiv

Die Geschichte zeigt: Das Klöppeln ist ein wertvolles Kulturgut des Erzgebirges – und so ist es kaum verwunderlich, dass sich das Motiv der Klöpplerin immer wieder auch in den Holzkunstwerken der Region wiederfindet. Namhafte Hersteller wie Wendt & Kühn haben der Klöpplerin eine eigene Figur gewidmet – und natürlich findet sie sich auch auf dem bekanntesten Schwibbogen-Motiv des Erzgebirges wieder.

Wer genau hinsieht, entdeckt darauf ein weiteres typisch erzgebirgisches Handwerk, dem wir uns als nächstes widmen möchten. Ein Tipp: Es geht ein weiteres Mal um den beliebten Werkstoff Holz.

Kunsthandwerk im Erzgebirge – Teil 1: Die Männelmacher und ihre Drechselkunst 

Drechseln eines Pilzes

Das Erzgebirge ist mehr als Bergbau – unsere Region ist ein buntes Pottpurri der Kunstfertigkeit. Das wohl wichtigste Handwerk ist das Drechseln. Wir haben uns über das Verfahren zur Holzbearbeitung schlau gemacht. 

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Kunsthandwerk im Erzgebirge – Teil 1: Die Männelmacher und ihre Drechselkunst 

Drechseln eines Pilzes
Drechseln eines Pilzes

Schnitzen, Drechseln, Klöppeln – (Kunst-)Handwerk gehört zum Erzgebirge wie der Fichtelberg. Für unsere Pyramiden, Schwibbögen und Räuchermännchen sind wir auf der ganzen Welt bekannt. In den Schauwerkstätten zahlreicher Manufakturen kann man den Männelmachern sogar über die Schulter schauen und hautnah miterleben, wie aus einem Stück Holz ein filigranes Kunstwerk entsteht.

Das Kunsthandwerk im Erzgebirge blickt auf eine lange Tradition zurück und wird auch heute noch sorgsam gepflegt. Wir haben uns die bekanntesten Handwerkskünste genauer angesehen. Erster Halt war dabei natürlich die erzgebirgische Drechselkunst.

Drechseln – was ist das eigentlich?

Das Drechseln (auch Drehen genannt) ist ein zerspanendes Fertigungsverfahren zur Bearbeitung von Holz und anderen Werkstoffen (z. B. Bernstein und Acrylglas). Traditionell wird dabei eine Drehbank eingesetzt, auf der sich das Werkstück um die eigene Achse dreht, während mit einem Werkzeug seine Kontur bearbeitet wird.

Die Ursprünge des Drechselns gehen bis in die Antike zurück. Die anfangs sehr kleinen Werkstücke wuchsen mit der Zeit immer weiter. Im mittelalterlichen Indien wurden dann bereits ganze Säulen aus Speckstein gedreht.

Welche Werkzeuge braucht ein Drechsler?

Holzspäne

Auf den ersten Blick erinnern Drechslerwerkzeuge denen eines Schreiers. Bei genauerem Hinsehen werden aber einige Unterschiede sichtbar. So sind die Werkzeuge von deutlich höherer Festigkeit und mit einer Länge von 40 bis 50 cm in der Regel auch wesentlich größer.

Die essenziellen Werkzeuge, die beim Drechseln zum Einsatz kommen, sind:

  • Röhren (halbrund und mit flachem Außenschliff)
  • Abstechstähle und Flachmeißel (beidseitig geschliffen)
  • Ausdrehstähle und Schlichtstähle (steiler Schliff)

Darüber hinaus werden beim Drechseln einige Hilfs- und Messinstrumente benötigt, um sicherzustellen, dass die erzeugte Silhouette korrekt geformt ist. Mithilfe von Federinnentastern und Stechzirkeln wird z. B. überprüft, ob eine gedrechselte Kugel auch wirklich kugelförmig ist.

Was genau ist Reifendrehen?

Das Reifendrehen ist ein spezielles Drechselverfahren, das in der erzgebirgischen Spielzeugstadt Seiffen entwickelt wurde. Dabei handelt es sich um eine Methode zur Holzbearbeitung, durch die vor allem Tierfiguren gefertigt werden. Die sogenannten Reifentiere entstehen auf einer besonderen Holzdrehbank, auf der das Holzstück sich längs zur Faserrichtung dreht.

Reifentier Pferd

Ihren Ursprung findet die anspruchsvolle Technik im Niedergang des Zinnbergbaus um 1800. Um die vorhandene Wasserkraft weiterhin sinnvoll zu nutzen und eine schnelle, günstige Alternative zum verhältnismäßig unwirtschaftlichen Schnitzen zu schaffen, wurde dieses Verfahren zu Beginn des 19. Jahrhunderts entwickelt. Schon bald war dadurch die Massenproduktion von Holzfiguren möglich.

Damals wie heute ist das Ergebnis des Reifendrehens ein Holzring mit einem Durchmesser von 30 bis 50 cm, dessen Querschnitt die Form der gewünschten Figur besitzt. Diese offenbart sich in typisch flacher Form beim anschließenden Abspalten einzelner Segmente aus dem Ring. Üblicherweise werden die Figuren im Anschluss noch bemalt oder mit Schnitzwerkzeugen weiterbearbeitet.

Die Technik des Reifendrehens verlangt nach Geschicklichkeit, Vorstellungskraft und viel Erfahrung – denn das finale Ergebnis seiner sieht der Drechsler erst beim Abspalten.

Werden Spanbäume ebenfalls gedrechselt?

Spanbäume in verschiedenen Größen

Eines der beeindruckendsten Erzeugnisse aus den Manufakturen des Erzgebirges ist das Spanbäumchen. Dabei handelt es sich um eine Figur aus Lindenholz mit filigranen Spanlocken.

Gedrechselt werden nur Rohkörper und Fuß des Spanbaums, die Locken entstehen einzeln in Handarbeit. Diesen zeitaufwendigen Prozess bezeichnet man als Spanbaumstechen – ein Handwerk, das nur wenige beherrschen.

Spanbäume gibt es in allen erdenklichen Größen – die kleinsten sind wenige Zentimeter, die größten bis zu einen Meter groß. Auch als dekoratives Element auf Schwibbögen und Pyramiden sind Sie häufig zu finden.

Noch mehr Kunsthandwerk: Schnitzen und Klöppeln im Erzgebirge

Natürlich gibt es im Erzgebirge nicht nur meisterhafte Drechsler:innen. Auch beim Schnitzen und Klöppeln entstehen beeindruckende Kunstwerke, die auf der ganzen Welt begehrt sind. Im zweiten Teil unserer Reihe erfahren Sie mehr über die hohe Kunst des Klöppelns.

Kleines Mundart-Lexikon Teil 2: Von L wie Lameng bis Z wie Zuckerle

Räuchermann Pilzsammler Original Erzgebirgisch

Noch mehr Erzgebirgisch: Im zweiten Teil unseres kleinen Mundart-Lexikons erfahren Sie, was ein Matzl ist, welche Speisen zum traditionellen Neinerlaa gehören und was Sie falsch gemacht haben, wenn man Sie als Pranzkiebl bezeichnet.

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Kleines Mundart-Lexikon Teil 2: Von L wie Lameng bis Z wie Zuckerle

Räuchermann Pilzsammler Original Erzgebirgisch
Räuchermann Pilzsammler Original Erzgebirgisch

Mir sei ahm, wie mor sei… Im Erzgebirge ticken die Uhren ein bisschen anders – und auch die Sprache der Region ist eine ganz besondere. Ein bisschen nuschelig, gern verniedlicht, verkürzt oder auch mal alles zusammen – das ist typisch Erzgebirgisch. Die vielerorts gesprochene Mundart umfasst hunderte Vokabeln, deren Bedeutung nicht selten nur von Einheimischen entschlüsselt werden kann.

Mit dem ersten Teil unseres Mundart-Lexikons haben wir bereits einen kleinen Einblick in die Eigenheiten und Tücken des Erzgebirgischen gegeben. Im zweiten Teil erfahren Sie noch mehr – zum Beispiel über niedliche Tierchen, traditionelle erzgebirgische Gerichte und winterlichen Rodelspaß.

L wie… Lameng

Im Erzgebirge schafft man Dinge nicht mit Links, sondern aus dor Lameng. Wie viele andere erzgebirgische Vokabeln stammt das Wort aus dem Französischen (la main = die Hand) und nimmt damit Bezug auf die Unmittelbarkeit (im Sinne von zur Hand haben), mit der diese Handlung vollzogen werden kann.

M wie… Matzl

Original Erzgebirgische Figur Vogel von Martin

Ein Herz für Tiere: Ob Küken, Marienkäfer oder Katzenjunges – was winzig und schutzbedürftig ist, nennt man im Erzgebirge liebevoll Matzl. Oft wird die verniedlichte Bezeichnung aber auch für kleine Holzstücke oder andere Kleinteile verwendet.

Allerhand Matzln, zum Beispiel goldige Vögel aus der Manufaktur Martin, süße Eulen aus dem Hause Kuhnert und viele weitere Original Erzgebirgische Figuren finden Sie in unserem Online-Shop.

N wie… Neinerlaa

Beim Neinerlaa (zu Hochdeutsch: Neunerlei) handelt es sich um das traditionelle Weihnachtsessen der Erzgebirger:innen. Das Besondere an diesem Menü: Jede der bei diesem Essen servierten Speisen hat eine symbolische Bedeutung:

  • Bratwurst: Herzlichkeit und Kraft
  • Sauerkraut: kein Leid (das Leben soll einem nicht sauer werden)
  • Linsen: Kleingeld soll nicht ausgehen
  • Klöße, Karpfen und Hering: großes Geld soll nicht ausgehen
  • Gans, Schweinebraten und Kuhhase: Glück
  • Kompott: Lebensfreude
  • Semmelmilch: Gesundheit
  • Nüsse oder Mandeln: guter Lebensalltag

Serviert wird das Neinerlaa an natürlich Heiligabend – und zwar pünktlich um 18 Uhr.

O wie… Othal

Fichtelberg

Sollten Sie von Erzgebirger:innen nach Othal eingeladen werden, fahren Sie auf jeden Fall mit! Denn Othal alias Oberwiesenthal gehört zu den schönsten Ausflugszielen, die das Erzgebirge zu bieten hat – und ist ganz nebenbei auch die höchstgelegene Stadt Deutschlands. Der Kurort liegt am Fuße des Fichtelbergs und gilt nicht nur unter Einheimischen als beliebter Wintersportort. Skifahren, Rodeln oder einfach nur den beeindruckenden Ausblick genießen – für all das (und noch vieles mehr) eignet sich die Region um den Fichtelberg hervorragend.

Wer besonders stilvoll und erlebnisreich nach Oberwiesenthal reisen will, kann dies mit der dampfbetriebenen Fichtelbergbahn tun.

P wie… Pranzkiebl

Wenn es etwas gibt, dass die Menschen im Erzgebirge nicht leiden können, dann sind es Angeber – oder Pranzkiebl, wie diese auch abfällig genannt werden. Wer pranzt (also angibt), kann es sich mit den Erzgebirger:innen leicht verscherzen – denn Bescheidenheit ist hier eine hoch geschätzte Tugend.

Q wie… Quetschkommod

Wendt & Kühn Figur Engel mit Akkordeon

Nicht erst seit De Randfichten gehört die Quetschkommod, das Akkordeon, zu den beliebtesten Instrumenten der erzgebirgischen Volksmusik. Das Feieromdlied, der Schneeschuhfahrermarsch und andere Klassiker werden traditionell mit diesem Handzuginstrument begleitet.

Wie beliebt das Akkordeon im Erzgebirge ist, wird auch anhand seiner vielen erzgebirgischen Kosenamen deutlich. Neben der Bezeichnung Quetschkommod sind zum Beispiel auch die Begriffe Ziehkastl und Zerrwanst gebräuchlich.

R wie… Ruscheln

Wenn‘s draußen wiedr schneit, do hommr unnre Freid! Sobald der erste Schnee liegt, leuchten im Erzgebirge alle Kinderaugen. Der Grund? Endlich kann geruschelt werden! Gemeint ist damit das Rodeln, das auf einem traditionellen Holzschlitten mit Metallbeschlägen natürlich am meisten Spaß macht.

S wie… Schwamme

Ja, de Schwamme, die sei gut! Wer in de Schwamme, also zum Pilze Sammeln geht, der wird in den Wäldern des Erzgebirges ganz bestimmt fündig. Doch die Konkurrenz schläft nicht! Erfahrene Pilzsammler:innen kennen die vielversprechendsten Fundorte – und würden sie wahrscheinlich auch unter Folter nicht verraten.

Räuchermännchen Pilzsammler

Ein Pilz-Klassiker der erzgebirgischen Küche sind übrigens Griene Klies un Schwammebrieh, eine Pilzsuppe mit grünen Klößen.

T wie… Trittewar

Laaf offn Trittewar! Wenn Sie diesen Satz hören, sind Sie wahrscheinlich auf der Straße gelaufen und waren jemandem im Weg. Trittewar is das erzgebirgische Wort für Gehsteig und wurde (wie so viele erzgebirgische Vokabeln) aus dem französischen Wort Trottoir entlehnt.

U wie… Uhiesschr

Wer das Wort Uhiesschr nicht kennt, auf den trifft es in aller Regel zu. Denn so nennt man im Erzgebirge jede Person, die nicht aus der Region stammt.

V wie… Varschl

Wenn dor Rupprich (Weihnachtsmann) an die Tür klopft, sollte jedes Kind ein Varschl auf Lager haben – denn ohne Varschl auch keine Geschenke. Gemeint ist damit ein kleines Lied oder Gedicht (Verschen), das vor der Bescherung vorgetragen wird.

W wie… Walker

Im Erzgebirge ist es deutlich kälter als anderswo – das macht den Einheimischen aber nichts aus, denn hier ist man auf eisige Temperaturen bestens vorbereitet. Um keine kaltn Fiss zu riskieren, werden in den eigenen vier Wänden üblicherweise sogenannte Walker, also aus Filz gefertigte Hausschuhe getragen.

Z wie… Zuckerle

Figur Süßigkeiten-Stand von Flade, Original Erzgebirgisch

Kulinarisch hat das Erzgebirge vor allem herzhafte und deftige Gerichte zu bieten. Aber auch Süßes lässt man sich hier gern mal schmecken. Wenn Sie mitnaschen möchten, brauchen Sie ab sofort nicht mehr um ein Bonbon zu bitten, sondern können dialektgetreu nach einem Zuckerle fragen.

S’is Feierohmd!

Uhiessche, die unser Mundart-Lexikon studiert haben, können sich nun selbstbewusst in die Konversation mit dem einen oder anderen Einheimischen stürzen – und dabei mit echtem Insider-Wissen glänzen. Wer nicht genug von der erzgebirgischen Mundart und Kultur bekommt, findet noch mehr typisch Erzgebirgisches in unserem Online-Shop für erzgebirgische Holzkunst.

Kleines Mundart-Lexikon Teil 1: Von A wie Ahlichtln bis K wie Karzl

Mann schnitzt Holzfigur

Erzgebirgisch für Anfänger: Der Dialekt der erzgebirgischen Landsleute ist ein sehr spezieller – und nicht immer ganz einfach zu verstehen. Welche Vokabeln man im Gespräch mit einem echten Erzgebirger beherrschen sollte, erfahren Sie in unserem Mundart-Lexikon.

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Kleines Mundart-Lexikon Teil 1: Von A wie Ahlichtln bis K wie Karzl

Mann schnitzt Holzfigur
Mann schnitzt Holzfigur

Wu de Hasen Hosen haßen un de Hosen Husen haßen… Das Erzgebirge ist nicht nur für seine einzigartige Holzkunst, sondern auch für seinen Dialekt bekannt. Wer das erste Mal auf waschechte Erzgebirger:innen trifft, kann im Gespräch schon mal an seine Grenzen geraten – denn viele Wörter klingen auf Erzgebirgisch einfach völlig anders.

Die Erzgebirger:innnen sind stolz auf ihre Mundart – und dank Dichter wie Anton Günther erlangte sie auch außerhalb der Region Bekanntheit. Wenn Sie sich noch schwer tun, den erzgebirgischen Dialekt zu verstehen, schafft unser kleines Mundart-Lexikon Abhilfe. Wir haben die wichtigsten, wunderlichsten und lustigsten Begriffe aus dem Wortschatz unserer Landsleute zusammengetragen und ins Hochdeutsche übersetzt.

A wie… Ahlichtln

Schwibbogen mit Seiffener Kirche

Unter Ahlichtln verstehen die Erzgebirger:innen das feierliche Einschalten der Weihnachtsbeleuchtung. Traditionell wird mit dem ersten Anschalten die Vorweihnachtszeit eingeläutet – und zwar immer zum ersten Advent.

Nichts zum Ahlichtln zu Hause? In unserem Online-Shop finden Sie eine vielseitige Auswahl an Fensterbeleuchtung und Dekoration – darunter verschiedene Original Erzgebirgische Schwibbögen und natürlich auch den weltweit bekannten Herrnhuter Stern in unterschiedlichen Größen und Farben.

Übrigens: Das A klingt im Erzgebirge eher wie eine Mischung aus A, O und E – und nur, wer den Dialekt wirklich beherrscht, kann diesen Laut lupenrein erzeugen.

B wie… Bliemerant

Wenn es jemandem bliemerant ist, sollte man ihm schnellstmöglich ein Glas Wasser und einen Stuhl reichen. Denn bliemerant bedeutet auf Erzgebirgisch so viel wie schwindlig oder unwohl. Seine Wurzeln hat das erzgebirgische Wort im Französischen bleu mourant, was übersetzt blassblau bedeutet – und damit wohl auf die Gesichtsfarbe der betroffenen Person anspielt.

Weihnachtsbaumverkäufer

C wie… Christbaam

Eine Vokabel, die wohl auch die meisten Nicht-Erzgebirger übersetzen können: Der Weihnachtsbaum heißt von Aue bis Zschopau Christbaam und wird traditionell nicht mit Lametta, sondern mit kleinen Holzfiguren und Strohsternen geschmückt.

Die passende Weihnachtsdekoration für Ihren Christbaum finden Sie bei uns. Zu unserem Baumbehang-Sortiment gehören unter anderem die beliebten Weihnachtsengel von Wendt & Kühn.

D wie… Drham

Zu Hause ist es am schönsten – das finden auch die Erzgebirger:innen. Nur dass sie eben nicht zu Hause sind, sondern drham. Das Zuhause ist auch in erzgebirgischen Volksliedern und Gedichten häufig Thema – natürlich auch beim bekanntesten Liedermacher Anton Günther, der nach längeren Aufenthalten im Ausland ebenfalls wieder seinen Weg nach Hause ins Erzgebirge fand.

Kloßfrau

E wie… Eigeschnietne

Weggeworfen wird im Erzgebirge nichts – denn schließlich lässt sich auch aus den Resten des bomfortionösen (= üppigen) Mittagessens noch etwas Köstliches zaubern. Übriggebliebene Kartoffeln oder Klöße landen deshalb nicht im Müll, sie werden in Scheiben geschnitten und mit Butterschmalz in der Pfanne gebraten.

Das Ergebnis sind knusprige Eigeschnietne, die dem einen oder anderen sogar besser schmecken als ein frischer Kloß.

F wie… Fei

Des kasste fei net sohng! Die kleine Modalpartikel fei wird von Erzgebirger:innen nur zu gern benutzt. Ihre Bedeutung bewegt sich zwischen tatsächlich, wirklich und der Annahme, dass die angesprochene Person das Gesagte noch nicht weiß. Darüber hinaus wird einer Aussage mittels fei besonderer Nachdruck verliehen. Auch diese erzgebirgische Vokabel wurde aus dem Französischen entlehnt und lässt sich auf das Wort fin zurückführen.

G wie… Gahr

Gahr vor Gahr gieht’s zen Advent… So beginnt das wohl bekannteste Weihnachtslied des Erzgebirges, in dem die wichtigste Symbolfigur der Region besungen wird – die Rede ist vom Raachermannl, dem Räuchermännchen, das jedes Jahr am ersten Adventssonntag aus seinem Winterschlaf geweckt wird. Im Jahr 1830 erstmals erwähnt, ist es heute fester Bestandteil der erzgebirgischen Volkskunst und erfreut Menschen auf der ganzen Welt mit seinem duftenden Nebel.

Räuchermännchen und die passenden Räucherkerzen von Markenherstellern wie Huss, Crottendorfer und KNOX gibt es natürlich bei uns. Wir führen klassische Figuren, aber auch moderne Varianten.

Schloss Schwarzenberg

H wie… Haamit(land)

Vergass dei Haamit net! Zur Heimat pflegen die Erzgebirger:innen eine ganz besondere Liebe. Nicht nur mit der beeindruckenden Flora und Fauna der Region, auch mit ihrer Sprache und Kultur sind die Menschen im Erzgebirge besonders eng verwachsen – und bleiben es zumeist auch, wenn sie nicht mehr in ihrer Heimat wohnen.

Sieht man jenseits des Erzgebirges zur Weihnachtszeit ein traditionell geschmücktes Fenster mit Schwibbogen und Weihnachtsstern, ist es recht wahrscheinlich, dass der Dekorateur aus dem Erzgebirge stammt.

I wie… Imstandskastn

Jemand aus dem Erzgebirge hat Sie als Imstandskasten (wörtlich: Umstandskasten) bezeichnet? Dann will er ihnen mit typisch erzgebirgischer Direktheit sagen, dass Sie die Dinge vielleicht etwas zu kompliziert angehen – denn so nennt man hierzulande einen umständlichen Menschen. Nehmen Sie sich diesen Titel nicht allzu sehr zu Herzen, der Charme der Erzgebirger:innen ist nun mal eher pragmatisch.

J wie… Gung?

Nein, wir haben uns nicht vertan! Vokabeln mit J hat der erzgebirgische Dialekt kaum zu bieten. Denn die meisten Wörter, die im Hochdeutschen mit J beginnen, werden im Erzgebirge mit G gebildet. So ist der Junge dr Gung, der Jäger heißt Gaachr und wenn es kalt wird, zieht man sich keine Jacke über, sondern de Gack.

K wie… Karzl

Huss Karzl Räucherkerzen Alles-in-Einem

Licht und Beleuchtung sind im Erzgebirge ein großes Thema – nicht zuletzt aufgrund der langen Bergbaugeschichte der Region. Wenn es untertage stockfinster war, brachte ein Karzl (eine kleine Kerze) den Bergleuten Licht und Wärme. Während Schwibbögen und Weihnachtsbäume heute zumeist elektronisch beleuchtet sind, werden auf der erzgebirgischen Pyramide nach wie vor Kerzen angezündet – denn schließlich braucht es eine Flamme, damit de Peremett sich dreht.

Übrigens: Karzl heißt auch das Maskottchen des erzgebirgischen Räucherkerzen-Herstellers Huss. Das kleine Räucherkerzchen mit Hut weiß so einiges über das Erzgebirge, seine Sprache und Traditionen zu berichten – und trägt sein Wissen mit Witz und Charme in die Welt.

Neigierich? ‘s gieht fei noch wettr!

Noch mehr Vokabeln aus dem Erzgebirgischen teilen wir schon bald im zweiten Teil unseres kleinen Mundart-Lexikons. Bis dahin sagen wir: Macht’s ner gut und bleibt fei gesund!

Hurra, ich bin ein Schulkind: Sechs Original Erzgebirgische Geschenkideen für die Zuckertüte 

Schultüten auf Holz

Gerade noch im Kindergarten und jetzt schon ein richtiges Schulkind – das muss natürlich gefeiert werden! Wir wissen, mit welchen Echt Erzgebirgischen Präsenten Sie die Augen Ihres Schulanfängers zum Leuchten bringen und verraten, was in der Zuckertüte auf kenen Fall fehlen darf.

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Hurra, ich bin ein Schulkind: Sechs Original Erzgebirgische Geschenkideen für die Zuckertüte 

Schultüten auf Holz
Schultüten auf Holz

Das neue Schuljahr naht – und schon jetzt freuen sich die zukünftigen Erstklässler auf eine spannende Zeit voll neuer Eindrücke und Freundschaften. Ganz besonders leuchten die Augen kleiner ABC-Schützen natürlich beim Gedanken an die prall gefüllte Zuckertüte, die ihnen zur Schuleinführung überreicht wird. Üblicherweise finden sich darin neben praktischen Lernutensilien und Süßigkeiten auch kleine Aufmerksamkeiten, die Freude bringen sollen.

Sie möchten Ihrem Schulanfänger etwas Außergewöhnliches in die Schultüte packen? Unsere Geschenkideen lassen Kinderherzen höherschlagen und sind zugleich eine wunderbare Erinnerung an diesen unvergesslichen Tag.

Holzfigur mit Zuckertüte

Süße Gratulanten von Björn Köhler

Die Manufaktur Björn Köhler ist ein noch recht junges Mitglied der Erzgebirgischen Holzkunst. Die Kreationen des Herstellers begeistern mit frischem Design – und ihre Einfachheit transportiert einen ganz eigenen Humor.

Die süßen Gratulanten Caspar und Klara halten beide eine riesige Zuckertüte in den Händen, die sie (wie es auch bei den meisten Schulanfängern der Fall ist) sie beinahe überragt. Die simple Form und schlichte Farbgebung der handgefertigten Holzfiguren machen sie zur zeitlos schönen Beigabe für die Zuckertüte.

Räuchermännchen Eule mit Bleistift

Clevere Räuchermännchen von Kuhnert

Dass Räuchermännchen ein unverzichtbarer Bestandteil der erzgebirgischen Kultur sind, weiß von Aue bis Zschopau jedes Kind. Mit einer modernen, verspielten Kreation von Kuhnert erhält Ihr Schulanfänger ein ganz besonderes Exemplar, das thematisch perfekt zum Thema Schule passt.

Die süße Eule kommt mit Schulheft, Bleistift und wissendem Blick daher. Wenn der Kopf während der Mathe-Hausaufgaben ordentlich raucht, dann raucht dieses tolle Präsent gerne mit.

Himmlische Glücksbringer von Hobler

Die Einschulung ist der Beginn eines spannenden Weges, auf dem man seinem Schützling alles Glück der Welt wünscht. Mit Lotte und Hans Zuckertüte aus der Manufaktur Hobler nimmt dieser Wunsch Gestalt an. Die goldigen Schutzengel begleiten Ihren Schulanfänger auf all seinen Wegen und wachen mit Flügel und Heiligenschein über sein Wohl.

Glückwunschkästel Schulanfang

Raffiniertes Glückwunschkästel von Graupner

Eine Glückwunschkarte, die garantiert nicht in Vergessenheit gerät: Das Glückwunschkästel aus dem Hause Graupner passt perfekt zum Thema Schulanfang. Dank seines liebevollen Arrangements und der vielen verspielten Details eignet sich das kleine Kästchen wunderbar als süßer Gruß oder außergewöhnliche Dekoration für die Zuckertüte.

Traditionelles von Wendt & Kühn

Die Manufaktur Wendt & Kühn zählt zu den bedeutendsten Herstellern Erzgebirgischer Holzkunst. Mit einer Figur aus dem Sortiment des traditionsreichen Herstellers schenken Sie Ihrem Schulanfänger ein hochwertiges Stück Kulturgeschichte.

Natürlich fertigt Wendt & Kühn zahlreiche kindgerechte Produkte, die sich hervorragend als Highlight in der Schultüte machen – vom lesenden Pinguin bis zur weisen Eule. Wer einen echten Klassiker des Erzgebirgischen Kunsthandwerks schenken will, liegt mit den Margeritenengeln von Wendt & Kühn genau richtig.

Jojo aus Holz

Verspieltes aus Holz

Neben liebevoll gefertigten Holzfiguren finden Sie in unserem Online-Shop für Erzgebirgische Holzkunst auch eine tolle Auswahl an Spielzeugen und Utensilien für Kinder – darunter zum Beispiel Jojos, Kreisel, Zahnputzuhren und Spardosen. Und weil jeder Erstklässler früher oder später eine beachtliche Zahnlücke zu bieten hat, darf die hübsche Zahndose zur Aufbewahrung der Milchzähne in der Zuckertüte natürlich nicht fehlen.

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Das Team unseres Online-Shops für Erzgebirgische Holzkunst wünscht allen Schulanfängern eine prall gefüllte Zuckertüte und einen erstklassigen Start ins Schulleben!

Kunsthandwerk von einem anderen Stern: Weihnachtssterne aus Herrnhut

Herrnhuter Stern gelb

Ein Licht geht um die Welt! Der Der Herrnhuter Stern® erfreut Menschen rund um den Globus mit seiner zeitlosen Schönheit. Gefertigt wird der Adventsstern seit mehr als 120 Jahren in liebevoller Handarbeit – und immer öfter sieht man ihn auch außerhalb der Adventszeit als Dekoration erstrahlen.

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Kunsthandwerk von einem anderen Stern: Weihnachtssterne aus Herrnhut

Herrnhuter Stern gelb
Herrnhuter Stern gelb

Er ist zeitlos schön und passt zu jedem Einrichtungsstil: Der Herrnhuter Stern® bringt nicht nur seine Umgebung, sondern auch die Augen von Volkskunst-Fans auf der ganzen Welt zum Leuchten. Mit seinem einzigartigen Design und den schlichten geometrischen Formen fügt er sich perfekt in traditionelle wie moderne Dekorationswelten ein – und das nicht nur in der Adventszeit.

Wir greifen heute nach den Sternen und schauen uns diesen Klassiker des traditionellen sächsischen Kunsthandwerks einmal genauer an.

Daran erkennt man einen echten Herrnhuter Stern®

Nicht jeder Weihnachtsstern ist ein echter Herrnhuter Stern® – nur Sterne, die im sächsischen Herrnhut nach einer ganz bestimmten Bauart gefertigt wurden, dürfen diesen traditionsreichen Namen tragen. Der Grundkörper eines jeden Herrnhuter Sterns® ist ein Rhombenkuboktaeder, also ein Körper aus acht gleichseitigen Dreiecken und 18 Quadraten. An die insgesamt 26 Flächen des Körpers werden Zacken (17 Pyramiden mit viereckiger und acht Pyramiden mit dreieckiger Grundfläche) befestigt. An der oberen Fläche ist beim klassischen Herrnhuter Stern® die Aufhängung vorgesehen.

Hergestellt werden Herrnhuter Sterne® in Größen von 8 cm (Miniaturstern) bis 1, 30 m (Kunststoff-Stern). Beinahe alle Sterne-Varianten kommen als Bausatz zu ihren Besitzern, die Zacken werden einzeln an den Grundkörper angebracht.

Schon gewusst: Die Sterne-Manufaktur in Herrnhut erhält immer wieder auch ganz besondere Aufträge. So leuchtet zum Beispiel in der Kuppel der Dresdner Frauenkirche während der Adventszeit ein gelber Stern aus Herrnhut mit einem Durchmesser von 1,90 m. Die Herrnhuter Sterne® am Bundeskanzleramt und vor der Manufaktur selbst bringen es sogar auf stolze 2,50 m.

Altstadt Dresden mit Frauenkirche und Herrnhuter Stern in der Kuppel
Aus der Ferne leuchtet der Herrnhuter Stern® in der Kuppel der Dresdner Frauenkirche als winziges helles Licht. In Wahrheit ist der Weihnachtsstern aber knapp zwei Meter groß.

Reise zu den Sternen: Die Geschichte des Herrnhuter Sterns®

Die ersten Herrnhuter Sterne® erleuchteten die Welt zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Im Internat der Herrnhuter Brüdergemeinde lebten zu dieser Zeit vorrangig Missionarskinder, deren Eltern sich auf Missionsreise befanden. Das Heimweh und die Sehnsucht nach den Eltern war für diese Kinder insbesondere in der Adventszeit groß – da kam ein bisschen Ablenkung gerade recht. Zur Förderung des geometrischen und räumlichen Verständnisses durften die Kinder im Mathematikunterricht Adventssterne bauen und mit dem biblischen Symbol ihre Stuben schmücken. Diese ersten Sterne bestanden aus zwei Farben: weiß als Sinnbild für die Reinheit und Rot für das Blut Jesu.

Das Basteln der Sterne zum ersten Sonntag im Advent wurde schnell zur Tradition, die die Kinder auch nach der Rückkehr ihrer Familien fortführten.

Seit 1897 werden die Sterne in der Herrnhuter Manufaktur gefertigt – damals wie heute in traditioneller Handarbeit. Weiterhin stellt das Unternehmen auch typisch erzgebirgische Artikel und Designprodukte her (z. B. Schwibbögen).

Farbenpracht für jeden Geschmack

Herrnhuter Sterne® sind traditionell in den folgenden Farbvarianten erhältlich:

Darüber hinaus stellt die Manufaktur wechselnde limitierte Sondereditionen her – in diesem Jahr kann man zum Beispiel einen 13 cm großen Stern in frischem Mint kaufen.

Herrnhuter Sterne® für den Innen- und Außenbereich

Traditionell besteht der Herrnhuter Stern® aus stabiler Pappe. Weil der Weihnachtsstern aber für die Beleuchtung im Außenbereich ebenfalls ein gefragtes Dekorationselement ist, wird er seit vielen Jahren auch als Kunststoff-Variante in verschiedenen Größen hergestellt.

Ein noch recht junges Produkt der Herrnhuter Manufaktur ist die Sternenkette, bestehend aus zehn kleinen Kunststoff-Adventssternen.

Herrnhuter Sterne als Gartendekoration

Mehr als ein Adventsstern: Herrnhuter Sterne® als Beleuchtung für das ganze Jahr

Eines ist klar: Zur Weihnachtsdekoration im Erzgebirge gehört der Herrnhuter Stern® genauso wie Schwibbogen und Bergmann. Aber auch außerhalb der Adventszeit macht der Stern eine wirklich tolle Figur – sei es als sanfte Gartenbeleuchtung an warmen Sommerabenden oder als Innendekoration im modernen geometrischen Stil.

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Hinweis: Bitte beachten Sie, dass Kabel und Leuchtmittel für die Adventssterne separat zu bestellen sind. Natürlich finden Sie auch diese Artikel sowie weiteres Zubehör für Ihren Herrnhuter Stern® in unserem Shop.

Vom Schachbrett zum Cherub: Die Geschichte der BLANK Faltenrockengel

BLANK Spieldose farbig

Es gibt sie mit langem oder kurzem Rock, mit Klarinette, farbig und holzfarben, mit Zugposaune oder Klarinette: Die Faltenrockengel von BLANK sind ein echter Klassiker des erzgebirgischen Kunsthandwerks. Die Geschichte ihrer Entstehung ist spannend, tragisch – und in jedem Fall sehr erzählenswert.

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Vom Schachbrett zum Cherub: Die Geschichte der BLANK Faltenrockengel

BLANK Spieldose farbig
Kurzrock-Schwebeengel mit Klarinette natur

Ob Langrockengel mit Zugposaune, Kurzrockengel mit Bratsche oder Schwebeengel mit Blockflöte: Die zierlichen Faltenrockengel von BLANK zählen zu den Klassikern der Erzgebirgischen Volkskunst. Doch dass sie heute ihren festen Platz in der Welt des Kunsthandwerks gefunden haben, ist bei Weitem keine Selbstverständlichkeit. Die Erfolgsgeschichte der gedrechselten Engel ist ebenso bewegt wie das Leben ihres Schöpfers, dem im Jahr 1904 geborenen Georg Beyer. Wir möchten heute seine Geschichte erzählen.

Georg Beyer und das Kunsthandwerk im Erzgebirge

Das handwerkliche Geschick Georg Beyers zeigte sich schon früh. Nicht ohne Grund entschloss er sich also im Jahr 1919 eine Drechslerlehre zu beginnen. Nur zwei Jahre nach Abschluss seiner Ausbildung war er bereits Werksleiter des Ausbildungsbetriebs im erzgebirgischen Grünhainichen.

Die enge Zusammenarbeit mit Gestalterinnen und Gestaltern half ihm dabei, sich auch selbst fundierte Designkenntnisse anzueignen. Darüber hinaus war er auch an der Entwicklung technischer Innovationen beteiligt – zum Beispiel der Fassondrehmaschine, die eine Serienfertigung von Drehteilen ermöglicht und noch heute im Kunsthandwerk zum Einsatz kommt.

Leider sollte das Leben Beyers nicht lange so unbeschwert bleiben. Nach Ende des zweiten Weltkriegst geriet er in Gefangenschaft. Seine Geschicklichkeit rettete ihm in dieser Zeit wahrscheinlich das Leben. Das Lager, in dem er inhaftiert war, verfügte über eine eigene Tischlerei. In dieser wurde er angestellt, was wahrscheinlich seine Deportation verhinderte.

Kluger Schachzug: Eine einzigartige Idee geht in Serie

Während seiner Gefangenschaft entwickelte Beyer etwas, das Geschichte schreiben sollte: ein Reiseschachkästchen mit steckbaren Figuren. Die Umstände der Figurenfertigung waren dabei mehr als widrig – sie entstanden auf einer umgebauten Nähmaschine. Für das Schnitzen der Kästchen mit Schubladen musste ein Rasiermesser herhalten.

Nach seiner Freilassung ging es für Georg Beyer wieder bergauf: Sein patentiertes Reiseschachspiel wurde in Serie gefertigt – ab 1948 sogar im eigenen Betrieb in Olbernhau (Erzgebirge). In dieser Zeit entstanden auch viele Holzfiguren, darunter Blumenkinder, Osterhasen und Zwerge. Die größte Faszination übte für ihn aber die Fertigung von Engelfiguren aus.

Kurzrockengel mit Bratsche

Inspiration, die Flügel verleiht: Die Geburt des Faltenrockengels

Seine Begeisterung für Engel brachte Georg Beyer zu einem Kinderbuch namens „Firlipuzzli“, in dem ein gleichnamiger Engel sich aufmacht, die Welt zu entdecken. Dieses Buch war Beyers wichtigste Inspiration – und ließ in ihm die Idee reifen, einen Engel mit Falten im Rock zu drechseln.

Was erst einmal hübsch klingt, war selbst für den erfahrenen Drechsler eine echte Herausforderung. Es brauchte viele durcharbeitete Nächte – und auch so manchen Fehlversuch – bis der erste Faltenrockengel das Licht der Welt erblickte.

Von da an ging es Flügelschlag auf Flügelschlag: Neben den Engelmusikanten trugen bald auch Blumenkinder und Gabenbringer den einzigartigen Faltenrock. Mit ihnen legte Beyer den Grundstein für eine Sammelserie, die weltweite Bekanntheit erlangen sollte.

Ein Freund, ein guter Freund: Himmlische Helfer in der Not

Obwohl sein Unternehmen stetig wuchs, war Beyers Erfolg nicht von langer Dauer. Nach einer Auseinandersetzung mit dem Parteisekretär musste er seine Tätigkeit im Betrieb niederlegen. Wenigstens seine Entwürfe der Faltenrockengel durfte er glücklicherweise mitnehmen.

Kurt Lehnert, ein guter Freund Georg Beyers, half ihm dabei, nach diesem Rückschlag wieder Fuß zu fassen. Gemeinsam gründeten beide im Jahr 1955 die Heimatkunst Kurt Lehnert KG, Grünhainichen. Dort wurden sowohl Schach- als auch Engelfiguren hergestellt. Schnell wuchs das Unternehmen aus dem Erzgebirge auf 100 Mitarbeiter an.

Beyer, der sich stets auf Konfrontationskurs mit der SED befand, konnte die Verstaatlichung seines Betriebs im Jahr 1972 nicht verhindern, schlimmer noch: Im Jahr 1976 wurde er sogar entlassen. Zwar urteile ein Gericht, dass er wieder einzustellen sei, seine Position als technischer Direktor erhielt er aber nie zurück. 1985 starb er nach langer Krankheit.

BLANK Weihnachtspyramide natur

Drei Schutzengel fürs Familienerbe: Christine, Günther und Uwe Blank

Christine Blank, die Tochter Georg Beyers, verschrieb sich wie auch ihr Vater schon früh der Erzgebirgischen Holzkunst und arbeitete für viele Jahre mit ihrem Vater zusammen. Auch Günther Blank, ihr Ehemann, war lange Zeit in der Heimatkunst tätig. Im Jahr 1980 machte er sich selbständig – zuerst in Hennersdorf, ab 1882 mit einer Produktionsstätte in Grünhainichen, der Stadt der Engel. Dort wurde unter anderem auch die berühmte Glasglöckchenpyramide mit ihrem einzigartigen Klang gefertigt.

Nach zehn weiteren schwierigen Jahren war es die Wiedervereinigung, die der Familie Blank die Möglichkeit gab, das wertvolle Famlienerbe der Engel zu retten. Mit der Wende wurde das Unternehmen in den Familienbesitz zurückgeführt und die Herstellung der Kurzrock- und Langrockengel wiederaufgenommen.

Inzwischen war auch Uwe, der zweite Sohn Christine und Günther Blanks, in das Unternehmen eingetreten. Seine Ausbildung hatte der Holzspielzeugmacher in Seiffen absolviert. Von ihm wird die Kunsthandwerk-Tradition der Familie mittlerweile fortgeführt. Mehr als 70 verschiedene Engelmusikanten, 20 Schwebeengel, 40 Langrockengel, zahllose Blumenkinder und Kurzrockengel (farbig und in Naturholz) werden in Grünhainichen hergestellt und in die ganze Welt geliefert. Spieldosen, Adventsleuchter, Weihnachtspyramiden, Nussknacker und Schwibbögen komplettieren das Sortiment Erzgebirgischer Volkskunst.

Wir sind uns sicher: Könnte Georg Beyer einen Blick auf die nach seinem Vorbild liebevoll gefertigten Engel werfen – bestimmt wäre er himmlisch stolz auf seine Nachfahren.