Echt Erzgebirge!
Der Blog rund um Volkskunst, Tradition und die typisch erzgebirgische Lebensart

Wir lieben das Erzgebirge – mit all seinen Schönheiten und Eigenarten. In unserem Blog plaudern wir ein wenig aus dem Räucherhäuschen und teilen unser Wissen rund um Volkskunst, Mundart und Brauchtum.

Kleines Mundart-Lexikon Teil 1: Von A wie Ahlichtln bis K wie Karzl

Mann schnitzt Holzfigur

Erzgebirgisch für Anfänger: Der Dialekt der erzgebirgischen Landsleute ist ein sehr spezieller – und nicht immer ganz einfach zu verstehen. Welche Vokabeln man im Gespräch mit einem echten Erzgebirger beherrschen sollte, erfahren Sie in unserem Mundart-Lexikon.

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Kleines Mundart-Lexikon Teil 1: Von A wie Ahlichtln bis K wie Karzl

Mann schnitzt Holzfigur
Mann schnitzt Holzfigur

Wu de Hasen Hosen haßen un de Hosen Husen haßen… Das Erzgebirge ist nicht nur für seine einzigartige Holzkunst, sondern auch für seinen Dialekt bekannt. Wer das erste Mal auf waschechte Erzgebirger:innen trifft, kann im Gespräch schon mal an seine Grenzen geraten – denn viele Wörter klingen auf Erzgebirgisch einfach völlig anders.

Die Erzgebirger:innnen sind stolz auf ihre Mundart – und dank Dichter wie Anton Günther erlangte sie auch außerhalb der Region Bekanntheit. Wenn Sie sich noch schwer tun, den erzgebirgischen Dialekt zu verstehen, schafft unser kleines Mundart-Lexikon Abhilfe. Wir haben die wichtigsten, wunderlichsten und lustigsten Begriffe aus dem Wortschatz unserer Landsleute zusammengetragen und ins Hochdeutsche übersetzt.

A wie… Ahlichtln

Schwibbogen mit Seiffener Kirche

Unter Ahlichtln verstehen die Erzgebirger:innen das feierliche Einschalten der Weihnachtsbeleuchtung. Traditionell wird mit dem ersten Anschalten die Vorweihnachtszeit eingeläutet – und zwar immer zum ersten Advent.

Nichts zum Ahlichtln zu Hause? In unserem Online-Shop finden Sie eine vielseitige Auswahl an Fensterbeleuchtung und Dekoration – darunter verschiedene Original Erzgebirgische Schwibbögen und natürlich auch den weltweit bekannten Herrnhuter Stern in unterschiedlichen Größen und Farben.

Übrigens: Das A klingt im Erzgebirge eher wie eine Mischung aus A, O und E – und nur, wer den Dialekt wirklich beherrscht, kann diesen Laut lupenrein erzeugen.

B wie… Bliemerant

Wenn es jemandem bliemerant ist, sollte man ihm schnellstmöglich ein Glas Wasser und einen Stuhl reichen. Denn bliemerant bedeutet auf Erzgebirgisch so viel wie schwindlig oder unwohl. Seine Wurzeln hat das erzgebirgische Wort im Französischen bleu mourant, was übersetzt blassblau bedeutet – und damit wohl auf die Gesichtsfarbe der betroffenen Person anspielt.

Weihnachtsbaumverkäufer

C wie… Christbaam

Eine Vokabel, die wohl auch die meisten Nicht-Erzgebirger übersetzen können: Der Weihnachtsbaum heißt von Aue bis Zschopau Christbaam und wird traditionell nicht mit Lametta, sondern mit kleinen Holzfiguren und Strohsternen geschmückt.

Die passende Weihnachtsdekoration für Ihren Christbaum finden Sie bei uns. Zu unserem Baumbehang-Sortiment gehören unter anderem die beliebten Weihnachtsengel von Wendt & Kühn.

D wie… Drham

Zu Hause ist es am schönsten – das finden auch die Erzgebirger:innen. Nur dass sie eben nicht zu Hause sind, sondern drham. Das Zuhause ist auch in erzgebirgischen Volksliedern und Gedichten häufig Thema – natürlich auch beim bekanntesten Liedermacher Anton Günther, der nach längeren Aufenthalten im Ausland ebenfalls wieder seinen Weg nach Hause ins Erzgebirge fand.

Kloßfrau

E wie… Eigeschnietne

Weggeworfen wird im Erzgebirge nichts – denn schließlich lässt sich auch aus den Resten des bomfortionösen (= üppigen) Mittagessens noch etwas Köstliches zaubern. Übriggebliebene Kartoffeln oder Klöße landen deshalb nicht im Müll, sie werden in Scheiben geschnitten und mit Butterschmalz in der Pfanne gebraten.

Das Ergebnis sind knusprige Eigeschnietne, die dem einen oder anderen sogar besser schmecken als ein frischer Kloß.

F wie… Fei

Des kasste fei net sohng! Die kleine Modalpartikel fei wird von Erzgebirger:innen nur zu gern benutzt. Ihre Bedeutung bewegt sich zwischen tatsächlich, wirklich und der Annahme, dass die angesprochene Person das Gesagte noch nicht weiß. Darüber hinaus wird einer Aussage mittels fei besonderer Nachdruck verliehen. Auch diese erzgebirgische Vokabel wurde aus dem Französischen entlehnt und lässt sich auf das Wort fin zurückführen.

G wie… Gahr

Gahr vor Gahr gieht’s zen Advent… So beginnt das wohl bekannteste Weihnachtslied des Erzgebirges, in dem die wichtigste Symbolfigur der Region besungen wird – die Rede ist vom Raachermannl, dem Räuchermännchen, das jedes Jahr am ersten Adventssonntag aus seinem Winterschlaf geweckt wird. Im Jahr 1830 erstmals erwähnt, ist es heute fester Bestandteil der erzgebirgischen Volkskunst und erfreut Menschen auf der ganzen Welt mit seinem duftenden Nebel.

Räuchermännchen und die passenden Räucherkerzen von Markenherstellern wie Huss, Crottendorfer und KNOX gibt es natürlich bei uns. Wir führen klassische Figuren, aber auch moderne Varianten.

Schloss Schwarzenberg

H wie… Haamit(land)

Vergass dei Haamit net! Zur Heimat pflegen die Erzgebirger:innen eine ganz besondere Liebe. Nicht nur mit der beeindruckenden Flora und Fauna der Region, auch mit ihrer Sprache und Kultur sind die Menschen im Erzgebirge besonders eng verwachsen – und bleiben es zumeist auch, wenn sie nicht mehr in ihrer Heimat wohnen.

Sieht man jenseits des Erzgebirges zur Weihnachtszeit ein traditionell geschmücktes Fenster mit Schwibbogen und Weihnachtsstern, ist es recht wahrscheinlich, dass der Dekorateur aus dem Erzgebirge stammt.

I wie… Imstandskastn

Jemand aus dem Erzgebirge hat Sie als Imstandskasten (wörtlich: Umstandskasten) bezeichnet? Dann will er ihnen mit typisch erzgebirgischer Direktheit sagen, dass Sie die Dinge vielleicht etwas zu kompliziert angehen – denn so nennt man hierzulande einen umständlichen Menschen. Nehmen Sie sich diesen Titel nicht allzu sehr zu Herzen, der Charme der Erzgebirger:innen ist nun mal eher pragmatisch.

J wie… Gung?

Nein, wir haben uns nicht vertan! Vokabeln mit J hat der erzgebirgische Dialekt kaum zu bieten. Denn die meisten Wörter, die im Hochdeutschen mit J beginnen, werden im Erzgebirge mit G gebildet. So ist der Junge dr Gung, der Jäger heißt Gaachr und wenn es kalt wird, zieht man sich keine Jacke über, sondern de Gack.

K wie… Karzl

Huss Karzl Räucherkerzen Alles-in-Einem

Licht und Beleuchtung sind im Erzgebirge ein großes Thema – nicht zuletzt aufgrund der langen Bergbaugeschichte der Region. Wenn es untertage stockfinster war, brachte ein Karzl (eine kleine Kerze) den Bergleuten Licht und Wärme. Während Schwibbögen und Weihnachtsbäume heute zumeist elektronisch beleuchtet sind, werden auf der erzgebirgischen Pyramide nach wie vor Kerzen angezündet – denn schließlich braucht es eine Flamme, damit de Peremett sich dreht.

Übrigens: Karzl heißt auch das Maskottchen des erzgebirgischen Räucherkerzen-Herstellers Huss. Das kleine Räucherkerzchen mit Hut weiß so einiges über das Erzgebirge, seine Sprache und Traditionen zu berichten – und trägt sein Wissen mit Witz und Charme in die Welt.

Neigierich? ‘s gieht fei noch wettr!

Noch mehr Vokabeln aus dem Erzgebirgischen teilen wir schon bald im zweiten Teil unseres kleinen Mundart-Lexikons. Bis dahin sagen wir: Macht’s ner gut und bleibt fei gesund!

Wenn is Raachermannl (weiter) nabelt: Die besten Düfte für sommerliches Räuchern 

Sonnenblumenfeld

Bei uns im Erzgebirge wird längst nicht nur in der Adventszeit geräuchert! Auch für die warmen Monate liefern Traditionshersteller wie Crottendorfer tolle Dufterlebnisse, die perfekt zu lauen Sommernächten passen. Wir verraten, mit welchen außergewöhnlichen Sorten Sie das ganze Jahr über Abwechslung in den Räucherofen bringen können.

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Wenn is Raachermannl (weiter) nabelt: Die besten Düfte für sommerliches Räuchern 

Sonnenblumenfeld
Sonnenblumenfeld

Der Duft von Weihrauch gehört zu Weihnachten wie Glühwein und Lichterglanz – und in kaum einem Haushalt im Erzgebirge werden die kleinen schwarzen Räucherkerzchen in der Adventszeit nicht angezündet. Steigt der zarte Rauch sanft aus Räuchermännchen oder Räucherhaus in die Nase, kommt sofort besinnliche Stimmung auf.

Aber auch, nachdem Engel, Bergmann und Schwibbogen wieder schlafen gelegt wurden, möchten viele nicht aufs Räuchern verzichten. Für sie hat sich Crottendorfer, einer der bekanntesten Räucherkerzen-Hersteller, ein frisches Produkt-Portfolio einfallen lassen, das in den warmen Monaten für unvergessliche Duft-Momente sorgt – von floral und fruchtig bis intensiv-würzig.

Crottendorfer Räucherkerzen werden seit 1936 im Erzgebirge hergestellt – und überzeugen damals wie heute durch höchste Qualität. Als Duftstoffe kommen naturnahe und unbedenkliche Rohstoffe wie Harze, Kräuter, Gewürze, Hölzer, Pflanzenextrakte, ätherische Öle, Duftstoffe für Allergiker und einheimische Buchenholzkohle zum Einsatz.

Besonders beeindruckend ist die Sortenvielfalt der kleinen Kegel:

Kirschblüte

Aromatische Entspannung für die Sinne

Gerüche haben eine große Wirkung auf das menschliche Wohlbefinden. Die richtigen Düfte können beruhigen, entspannen – oder energetisieren. Das Portfolio der Crottendorfer Räucherkerzen hält deshalb verschiedene Duftrichtungen bereit, die das innere Gleichgewicht unterstützen.

Harmonisierende Aromakomposition, belebende Kirschblüte oder der unvergleichliche Geruch von frisch aufgebrühtem Kaffee – diese Sorten sind eine echte Wohltat für die Seele.

Frühlingsgefühle mit blumigen Düften

Wer sich den Geruch einer bunten Blumenwiese ins Wohnzimmer holen will, für den sind die blumigen Räucherkerzen-Sorten von Crottendorfer perfekt geeignet. Ob romantische Rosenblüten, buntes Blumenbouquet oder der Duft der Provence – mit diesen Räucherkerzen halten florale Aromen Einzug in jeden Raum.

Duftreisen um die ganze Welt

Nicht nur im Erzgebirge kennt man sich mit Düften aus – köstliche Aromen gibt es auf der ganzen Welt zu entdecken:

Russian Red: Wer von russischen Süßigkeiten nicht genug kriegen kann, für den sind diese Räucherkerzen ein echter Genuss. Eine außergewöhnliche Komposition aus Orangenblüten, dunklen Rosen, Ambra und weißem Jasmin erzeugen typisch russisches Flair.

African Night: In dieser Sorte steckt südafrikanische Lebensfreude – kraftvoll, bunt und warm. Kaum ist das Räucherkerzchen angezündet, steigt der Duft von Hölzern, Gewürzen und exotischen Blumen in die Nase.

Kuba

Black Forest: Ein Spaziergang im Kiefernwald tut Körper und Seele gut. Den Duft der Schwarzwaldlandschaft mit ihren vielen Kräutern und Moosen holen Sie sich mit dieser Sorte nach Hause.

Cuba Blend: Wer einer kubanischen Zigarre nicht widerstehen kann, für den ist diese Duftrichtung ein echtes Erlebnis. Hier treffen getrocknete Tabakblätter auf Röstaromen dunkler Schokolade – und beinahe meint man, leise Salsa-Klänge hören zu können.

Sie plagt das Fernweh nach Ihrem liebsten Reiseziel? Zünden Sie einfach ein Räucherkerzchen aus der Weltreise-Kollektion an, schließen Sie die Augen und tauchen Sie ein in die Duftwelten fremder Länder.

Duftique Duftmischung

Frische Düfte für jeden Geschmack

Fruchtige Beeren, tropische Kokosnuss, grüner Apfel oder der köstliche Duft von Erdbeeren und Vanille – im Sortiment von Original Crottendorfer ist für jeden eine passende Sorte dabei.

Wer sich bei all der Duftauswahl nicht entscheiden kann, für den hält Crottendorfer mit Duftique ein tolles Kennenlern-Set bereit – perfekt auch zum Verschenken.

Ganzjährig stilvoll räuchern: Wir haben das passende Werkzeug

Damit das Räuchern auch im Sommer Spaß macht, braucht es natürlich die passende Ausrüstung. Räuchermännchen, die auch außerhalb der Adventszeit eine gute Figur machen, gibt es bei uns zu entdecken – vom lustigen Duftzwerg über das Crottendorfer Ziegenbein bis hin zum süßen Räucherhaus.

Wer es etwas schlichter mag, für den sind die Crottendorfer Räucherfässer eine tolle Alternative zum klassischen Räuchermännchen.